(Motorsport-Total.com) – War das MotoGP-Rennen in Thailand für Yamaha die Wende zum Guten oder lediglich ein Strohfeuer? Mit den Plätzen drei und vier fuhren Maverick Vinales und Valentino Rossi das beste Teamergebnis der Japaner seit dem Rennen auf dem Sachsenring vor der Sommerpause ein. Doch nach nur einem guten Grand Prix kann niemand seriös beurteilen, ob Yamaha wirklich nachhaltige Fortschritte gelungen sind.

Valentino Rossi, Andrea Dovizioso

Können Rossi und Vinales jetzt wieder dauerhaft vorne mitkämpfen? Zoom

Deshalb – und natürlich auch, weil es das Heimrennen der Japaner ist – ist das Rennen in Motegi am Wochenende besonders wichtig für Rossi und Co. “Wenn wir das Bike beim letzten Rennen wirklich verbessert haben, dann sollten wir bei den nächsten drei GPs konkurrenzfähig sein”, hofft Rossi. Unmittelbar nach Japan geht es weiter nach Australien und anschließend erneut ohne Pause nach Malaysia.

Rossi versucht daher, so fit wie möglich für den “Triple-Header” der MotoGP zu sein. “Nach dem Grand Prix in Thailand bin ich zurück nach Italien geflogen, weil ich nicht fünf Wochen in Folge weg sein wollte”, verrät er. Vor dem Rennen in Japan ist er “ziemlich optimistisch” und erklärt: “Motegi ist meistens eine gute Strecke für mich, ich mag sie.” Im Laufe seiner Karriere konnte Rossi hier aber “nur” zweimal gewonnen (2001 und 2008).

Ohnehin ist Yamaha auf dem Twin Ring seit 2014 sieglos. Der letzte Sieger auf der M1 trägt noch den Namen Jorge Lorenzo. “Der Stopp-Start-Charakter von Motegi spielt uns traditionell nicht in die Karten”, erklärt Teammanager Massimo Meregalli. Doch auch er weiß: “Vale und Maverick mögen die Strecke sehr.” Man wolle in den kommenden Wochen – und vor allem beim Heimrennen in Japan – “zu 100 Prozent konzentriert” bleiben.


Fotostrecke: Überblick: Das MotoGP-Fahrerfeld 2019

Vinales selbst erklärt nach Buriram: “Ein Rennen und ein Wochenende wie das vergangene sollten normal für uns sein. Wir waren wieder da, wo wir sein sollten. Wir haben am Bike eine positive Änderung vorgenommen, und ich fühlte mich gut. […] Ich denke, dass wir nach all der harten Arbeit endlich Ergebnisse sehen. Die kleinen Änderungen am Motorrad zahlen sich endlich aus.”

Doch auch der Spanier ist sich noch nicht sicher, wie nachhaltig die Fortschritte wirklich sind. “In Buriram waren es nicht die normalen Reifen”, erinnert er. In Motegi greift Michelin nun aber wieder auf das Standardsortiment zurück. “Andererseits haben wir auch bei der Gewichtsverteilung etwas geändert, was ebenfalls eine Rolle gespielt hat”, verrät Vinales. Lag es also nicht nur an den Pneus?

“Ich bin sehr neugierig, in Motegi herauszufinden, ob die Reifen oder die neue Konfiguration den Unterschied gemacht haben”, sagt Vinales. Währenddessen geht die Sieglosserie der Japaner weiter. Den bis heute letzten Triumph in der MotoGP feierte man im Juni 2017 in Assen durch Rossi. Das war vor mittlerweile 24 Rennen. Vinales’ letzter Erfolg liegt sogar noch einmal drei Rennen länger zurück.