(Motorsport-Total.com) – In der Superbike-WM-Saison 2019 wird Honda nach langer Abstinenz wieder ein Werksteam an den Start schicken. In Kooperation mit Althea und Moriwaki wird ein neues Team gegründet, das direkt von HRC unterstützt wird. Damit möchte der größte Motorradhersteller der Welt in der WSBK wieder an alte Erfolge anknüpfen. Für Leon Camier ist es die wohl größte Chance seiner bisherigen Karriere. In der abgelaufenen Saison mühte sich der Brite mit der unterlegenen Fireblade ab und musste einige Verletzungen verdauen. Im neuen Jahr könnte Camier zu den Favoriten zählen.

Leon Camier

Leon Camier kämpfte jahrelang mit unterlegenen Motorrädern Zoom

“Ich bin richtig begeistert von dieser massiven Chance. Es ist richtig aufregend”, freut sich Camier. “Es ist unglaublich, dass HRC in die Superbike-WM zurückkehrt. Ich freue mich richtig darauf, endlich loszulegen.” Kawasaki präsentierte sich 2018 in starker Form. Zudem haben Ducati und BMW neue Superbikes für 2019 präsentiert. Und Yamaha gewann 2018 bereits Rennen mit der R1. Honda muss einiges aufholen.

“Das Niveau in der Superbike-WM ist sehr hoch. Es ist höher, als die Leute denken. Rea hat die Messlatte sehr hoch gelegt. Unser Plan sieht vor, dass wir uns verbessern und Kawasaki irgendwann einholen”, bemerkt Cmier. “Wir müssen von Beginn an konkurrenzfähig sein. Es ist ein neues Team. Viele Dinge kommen zusammen. Es gibt viele Sachen, an denen gearbeitet werden muss. Ich habe das Gefühl, dass das Potenzial vorhanden ist, um ans Podium anzuklopfen.”

Leon Camier

Zuletzt wurde die Fireblade bei Ten Kate optimiert, ab 2019 übernimmt HRC Zoom

Neben Camier wird ein alter Bekannter für HRC antreten: Ryuichi Kiyonari. Der erfahrene Japaner soll vor allem bei der Entwicklung helfen. Er kennt die WSBK aus der Vergangenheit, hat den Höhepunkt seiner Karriere aber bereits überwunden.

“Zuerst einmal bin ich ein bisschen überrascht, dass HRC in die Superbike-WM zurückkehrt. Zudem bin ich überrascht, dass sich HRC bei mir meldete”, wundert sich Kiyonari. “Es sind zehn Jahre vergangen, als ich zuletzt in der WSBK fuhr. Ich bin froh, bei diesem großen Projekt dabei zu sein. Ich habe zwei Jahre Erfahrung in der WSBK – 2008 und 2009 war ich dabei. Es ist sehr anspruchsvoll. Es ist nicht einfach, in die Top 6 zu fahren, doch wir haben ein gutes Motorrad und ein gutes Team.”