(Motorsport-Total.com) – Im Gerichtsverfahren um den tödlichen Unfall von Nicky Hayden im Mai 2017 wurde am Mittwoch ein Urteil gesprochen. Der 31-jährige Autofahrer, der auf einer Straße in Italien mit dem ehemaligen MotoGP-Champion kollidiert war, wurde zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Urteilsbegründung wurde nicht unmittelbar verlesen sondern wird erst in 90 Tagen veröffentlicht.

Ein Gutachten hatte zuvor ergeben, dass der Autofahrer, der zum Unfallzeitpunkt mit 70 statt der erlaubten 50 km/h gefahren war, nur zu 30 Prozent die Schuld am Unfall trägt. Hayden wurde eine Mitschuld gegeben, weil er auf seinem Fahrrad ein Stoppschild überfahren und Musik gehört hatte und dadurch abgelenkt gewesen sei. Hayden war fünf Tage nach dem Unfall im Krankenhaus an den Folgen gestorben.

Zusätzlich zu der Bewährungsstrafe wurde dem Fahrer die Fahrerlaubnis entzogen, und er muss alle angefallenen Gerichtskosten tragen. Die Familie des MotoGP-Champions von 2006 war nicht anwesend. In einem zusätzlichen zivilrechtlichen Verfahren fordert die Familie Hayden eine finanzielle Entschädigung in Höhe von sechs Millionen Euro vom Unfallfahrer.