(Motorsport-Total.com) – Tech-3-Pilot Miguel Oliveira hat sein MotoGP-Debüt in Katar auf dem 17. Rang beendet und war damit der schlechteste Rookie im Klassement. Allerdings ist der Portugiese dennoch zufrieden mit seiner Pace, die ihn zwischenzeitlich sogar in die Punkteränge brachte. Nur zu Rennende verlor er wertvolle Zeit auf die Spitze – sein Schwachpunkt. Daran möchte er weiterhin arbeiten. Im exklusiven Interview träumt er von Top-10-Platzierungen und weiteren Podestplätzen für KTM.

Miguel Oliveira

Oliveira beim Debüt in Katar: Lange Zeit auf Rang 13 Zoom

Von Startplatz 17 ging es für den Aufsteiger in den ersten Runden vorwärts. Bereits in Runde 5 war er auf Rang 13 zu finden. Die schnelle Pace zu Rennbeginn kann er sich nicht erklären. “Ich hatte schon ab Freitag guten Speed. Auch das Qualifying war gut, auch wenn ich ein wenig mehr erwartet habe. Ich hatte die Pace und im Rennen ist die dann einfach ganz natürlich gekommen.”

Zehn Runden lang hielt sich der 24-Jährige auf dem aussichtsreichen 13. Rang, bevor er in der Schlussphase des Rennens Positionen einbüßte. “Es ist natürlich enttäuschend, weil wir von Punkten geträumt haben. Die letzten sieben Runden waren enttäuschend”, gesteht er und nimmt sich vor, noch mehr an der Leistung gegen Rennende zu arbeiten, vor allem um die Michelin-Reifen zu schonen.

“Ich wusste, ich hatte eine Chance auf Punkte. Ich bin auch lange in den Punkterängen gefahren. Ich glaube, das ist unser Ziel für die restliche Saison – mitfahren und um Punkte kämpfen. Vielleicht sogar in die Top 10 fahren, wer weiß”, bleibt er optimistisch. Die beste KTM belegte mit Pol Espargaro Rang zwölf. Oliveira landete nur knapp hinter Johann Zarco, der 15. wurde. Ein Top-10-Rang würde ihn persönlich nicht überraschen.


MotoGP In Doha

Im Gegensatz zu den routinierten Werkspiloten und seinem Teamkollegen Hafizh Syahrin hat er einen entscheidenden Vorteil: Während die anderen Fahrer bereits auf Yamahas unterwegs waren, kennt Oliveira nur die KTM. “Ich glaube, das ist ein Vorteil”, stimmt er zu. “Allerdings wusste ich bereits, als ich meinen Vertrag unterzeichnete, dass das ein neues Projekt ist, daher habe ich auch nicht erwartet, ein großartiges Bike zu haben.”

Mit der richtigen mentalen Einstellung werden auch gute Ergebnisse kommen. “Manchmal bin ich ein wenig ungeduldig, aber wir müssen ruhig bleiben und verstehen, dass KTM gewinnen will – und nicht Zweiter werden. Es ist eine Zeitfrage, die Ergebnisse werden kommen”, glaubt er an das Projekt der Österreicher. “Das Bike wird sich verbessern und es wird möglich sein, damit um Podestplätze zu kämpfen.”