(Motorsport-Total.com) – Obwohl er selbst beim MotoGP-Rennen in Sepang am Sonntag in Führung liegend stürzte, war es für Valentino Rossi trotzdem ein Tag, an den er sich gerne erinnern wird. In der Moto2 machte Francesco Bagnaia den ersten WM-Titel überhaupt für sein VR46-Team perfekt. Das Rennen in Malaysia gewann allerdings nicht der neue Weltmeister – sondern Teamkollege und Rossi-Halbbruder Luca Marini.

Luca Marini

Valentino Rossi gratulierte Luca Marini als einer der Ersten Zoom

Für den 21-Jährigen war es der erste Grand-Prix-Sieg überhaupt – ein emotionaler Moment auch für Rossi. “Ich habe sogar ein bisschen geweint”, verrät der MotoGP-Rekordchampion und berichtet: “Das Gefühl war unglaublich, denn es war ein unvergesslicher Tag für uns.” Der 39-Jährige lässt keinen Zweifel daran, wie stolz er auf Marini, Bagnaia und das ganze Nachwuchsprogramm ist.

Besonders glücklich machte ihn am Sonntag aber eindeutig der Sieg Marinis – weil dieser für ihn komplett unerwartet kam. “Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass er in diesem Jahr ein Rennen gewinnen kann”, verrät Rossi und erklärt: “Daher bin ich sehr glücklich, und ich hoffe, dass er so weitermachen wird.” Kann Marini diese Form mit in den Winter nehmen, könnte er 2019 sogar zu einem Titelanwärter in der mittleren Klasse werden.

Dass sein Halbbruder in diesem Jahr große Fortschritte gemacht hat, ist natürlich auch Rossi nicht entgangen. “Seine Verbesserungen haben mich sehr beeindruckt”, verrät der “Doctor” und ergänzt: “Ich bin sehr glücklich und so stolz auf ihn.” In diesem Jahr sammelte Marini bereits deutlich mehr Punkte als in seinen ersten beiden Jahren in der mittleren Klasse zusammen. Der erste Sieg war da eigentlich nur der nächste logische Schritt.