Alex Marquez: Nur wegen WM-Situation kein Verzicht auf Sachsenring-Rennen

(Motorsport-Total.com) – Zwei Wochen nach seinem Sturz und einer Handverletzung bei der TT in Assen reiste Alex Marquez nach Deutschland. Er hat die Absicht, auf dem Sachsenring anzutreten. Nach dem Rennen in Assen flog er noch am Sonntag nach Madrid, um einen Bruch des zweiten Mittelhandknochens der linken Hand operieren zu lassen.

Titel-Bild zur News: Alex Marquez

Alex Marquez meldet sich auf dem Sachsenring zurück
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Auf dem Sachsenring musste sich der Gresini-Fahrer am Donnerstag dem Check der MotoGP-Ärzte stellen. Dabei erteilten sie Alex Marquez die Startfreigabe. Allerdings werden die Ärzte nach dem ersten Training am Freitagvormittag erneut eine Beurteilung vornehmen.

Insgesamt sieht sich der Spanier bereit: “Ich fühle mich nicht schlecht, also wirklich nicht schlecht – und genau deshalb bin ich hier. Zu Hause ist es natürlich schwer, die Belastung auf einem MotoGP-Bike zu simulieren, aber ich fühle mich ziemlich okay.”

“Vor allem, weil es die linke Hand ist. Mit der rechten wäre es unmöglich gewesen zu fahren – wegen der Vorderradbremse, die man stark nutzen muss. Aber links ist das meiner Meinung nach absolut machbar. Ich habe auch grünes Licht von Dr. Charte bekommen.”

“Das Hauptziel ist jetzt erst einmal das erste Training, um zu sehen, wie mein Körper reagiert. Danach werden wir entscheiden. Aber ich fühle mich bereit und genau deshalb bin ich hier – ich will das ganze Wochenende bestreiten.”

Seit Assen ist Alex Marquez nicht mit einem Motorrad gefahren, denn die Ärzte hatten es ihm nicht gestattet. Am Donnerstag trug er eine kleine Schiene an der linken Hand. Aber sie diente vor allem zum Schutz.

Trotzdem wird er beim Rennhandschuh innen auch eine zusätzliche Polsterung anbringen: “Ich habe schon einen etwas größeren Handschuh, in den ich etwas einlegen kann. Ich werde das jetzt auf dem Motorrad ausprobieren.”

Alex Marquez

Am Donnerstag trug Alex Marquez eine kleine Schiene an der linken Hand Zoom

“Ich habe auch verschiedene Griffe – größere, kleinere – die ich testen werde. Ich habe zu Hause schon auf einem normalen Motorrad probiert, wie es sich anfühlt, und das war eigentlich ganz okay. Ich denke – und hoffe -, dass ich keine Probleme beim Fahren haben werde.”

Dennoch bestätigt Alex Marquez, dass er im normalen Alltag keine Schmerzen hat: “Nein, von der Fraktur her überhaupt nicht – null Schmerzen. Sie ist richtig gut stabilisiert, sogar ohne Verklebung. Nur die Sehne ist etwas steif – das ist die einzige Stelle, wo es ein bisschen weh tut.”

In der WM ist der Rückstand auf seinen älteren Bruder Marc Marquez auf 68 Punkte angewachsen. Trotzdem ist Alex Marquez komfortabel Zweiter, denn auf Francesco Bagnaia hat er ein Polster von 58 Zählern.

Diese gute WM-Position ist auch der Hauptgrund, warum er schon auf dem Sachsenring zurückkehrt: “Wäre es eine andere Situation wie vergangenes Jahr, dann hätte ich wohl lieber pausiert und mir Zeit genommen, um gesund zurückzukommen.”

“Aber wenn du um die Meisterschaft kämpfst, willst du eben so schnell wie möglich zurück sein. Wir sind in einer sehr guten Situation in der Meisterschaft. Das ist keine normale Situation – wir stehen besser da als das, was die Leute und auch wir selbst vor Saisonbeginn erwartet haben.”

“Wir sind zwischen den beiden Werks-Ducatis und kämpfen gegen einen achtfachen Weltmeister wie Marc, liegen vor ‘Pecco’, der zweimaliger Champion ist. Das ist wirklich eine tolle Situation. Jetzt sind wir hier – und wir wollen das Potenzial ausschöpfen. Wenn sich solche Gelegenheiten ergeben, muss man sie nutzen.”