(Motorsport-Total.com) – Die Motorrad-Weltmeisterschaft mit ihrer Königsklasse MotoGP gastiert an diesem Wochenende in Jerez de la Frontera in Spanien. Das erste Europa-Rennen ist es in dieser Saison nicht, aber das erste, bei dem mehrere Hersteller neben ihren Stammpiloten auch Wildcard-Starter einsetzen.

Titel-Bild zur News: Dani Pedrosa

Dani Pedrosa sitzt in Jerez wieder auf einer zusätzlichen KTM RC16
Zoom

Für KTM sitzt Dani Pedrosa auf einer zusätzlichen RC16. Im vergangenen Jahr absolvierte der dreimalige MotoGP-Vizeweltmeister ebenfalls in Jerez seinen ersten Wildcard-Einsatz der Saison. Dabei überzeugte er mit P6 im Sprint und P7 im Grand Prix. Etwas später im Jahr toppte Pedrosa das sogar noch. Als er in Misano seinen zweiten und letzten Wildcard-Einsatz 2023 absolvierte, kam er an beiden Renntagen auf P4 ins Ziel.

Dass er auch am Jerez-Wochenende 2024 wieder antreten würde, das kam für Pedrosa überraschend, wie er zugibt. “Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, aber bei den Testfahrten begann es interessant zu werden. Deshalb haben wir uns entschieden, abermals hier anzutreten”, sagt Pedrosa am Donnerstag, dem Medientag zum Grand Prix von Spanien.

Auf Nachfrage, ob das “Interessante” bei den Testfahrten sein Speed gewesen sei, antwortet der prominente KTM-Testfahrer: “Na ja, wenn du bei Testfahrten alleine auf der Strecke bist, lässt sich das Tempo schwer einschätzen. Wir haben aber ein paar Teile, die wir testen wollen. Es handelt sich dabei um Teile, bei denen es wichtig ist, sie im Umfeld des Wettbewerbs zu testen. Nur dann können wir sagen, ob wir damit klarkommen oder nicht.”

Dank der Podestplätze von KTM-Werkspilot Brad Binder (Lusail) sowie von Tech3-GasGas-Pilot Pedro Acosta (Portimao und Austin) rangiert KTM in der aktuellen MotoGP-Herstellerwertung 2024 an zweiter Stelle hinter Ducati. Ob die RC16 dank der neuen Teile, die man mit Pedrosa an diesem Wochenende testen will, noch konkurrenzfähiger wird?

“Das werden wir sehen. In diesem Jahr sind ja fast alle rund eineinhalb Sekunden schneller als im vergangenen Jahr”, spricht der KTM-Testfahrer auf die Rundenzeiten der ersten drei Grand-Prix-Wochenenden der Saison 2024 an.

“Selbst wenn die Streckenbedingungen nicht perfekt sind, wie etwa in Portugal, fallen überall Rundenrekorde. Auch die Rennzeiten sind viel schneller”, verweist Pedrosa und sagt: “Das müssen wir also bei den Dingen, die wir hier gerne ausprobieren wollen, berücksichtigen.”