Max Verstappen ist beim Großen Preis von China erneut in einer eigenen Liga unterwegs. Der Red-Bull-Pilot sichert sich in Shanghai souverän seinen vierten Formel-1-Sieg im fünften F1-Rennen des Jahres. Der Triumph des Niederländers war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Lando Norris landet dank eines günstigen Safety Cars und guter McLaren-Pace auf dem zweiten Platz, während Sergio Perez mit Rang 3 vorlieb nehmen muss.

Charles Leclercs Hoffnungen auf eine starke Ferrari-Pace werden nicht erfüllt. Obwohl er ebenfalls strategisch von einem Safety Car profitierte, verpasst er das Podium nach einem Zweikampf mit Perez und landete auf Rang 4, gefolgt von Teamkollege Carlos Sainz. Wie schon im Sprint kamen sich die Ferrari-Piloten auch im Rennen am Start in die Quere, was zwischenzeitlich beiden Positionen kostete.

George Russell landete auf der sechsten Position, gefolgt von Fernando Alonso und Oscar Piastri. Lewis Hamilton schaffte es nach einer langen Aufholjagd bis auf die neunte Position, nachdem er von Rang 18 gestartet war. Nico Hülkenberg kam gut durch den Trubel beim Safety-Car-Restart und konnte in seinem Haas auf P10 einen wertvollen Punkt einsammeln.

Für Action sorgte Valtteri Bottas nach einem Motor-Defekt. Denn dieser hatte ein Safety Car zur Folge. Beim Restart kam es zu zwei verschiedenen Unfällen, die in Summe beide Racing Bulls aus dem Rennen warfen.

Die Highlights vom Formel-1-Rennen in China

  • Max Verstappen gewinnt dominant in China
  • Lando Norris nutzt SC-Glück für Platz 2
  • Turbulenter Restart nimmt beide Racing Bulls aus dem Rennen
  • Hamilton-Aufholjagd endet auf P9
  • Nico Hülkenberg sichert Haas einen Punkt

Formel 1 2024, WM-Stand: Verstappen zieht weiter davon

Der WM-Stand: Max Verstappen konnte durch den Sieg in China seinen WM-Vorsprung vor Sergio Perez auf 25 Punkte ausbauen, Charles Leclerc liegt mit 76 Zählern nun schon 34 Punkte zurück. In der Konstrukteurs-WM konnte Red Bull seinen Vorsprung gegen Ferrari auf 44 Zähler ausbauen, gleichzeitig zog McLaren durch den zweiten Platz von Lando Norris von Mercedes davon. Die Silberpfeile liegen nun ebenfalls 44 Punkte hinter der Mannschaft aus Woking.

Das Wetter: Zu Rennbeginn zog der bis dahin helle Himmel etwas zu. Der Start erfolgte bei leichter Bewölkung mit 19 Grad Celsius Luft-Temperatur, auf der Streckenoberfläche wurden 31 Grad gemessen. Im Laufe des Rennens sanken die Temperaturen auf 18 (Luft) bzw. 27 Grad (Strecke).

Formel 1 in China: Verstappen gewinnt den Start, nächster Ferrari-Zweikampf

Die Startphase: Verstappen verteidigte am Start locker die Führung, Alonso erwischte allerdings einen besseren Start als Perez und ging außen in Kurve 1 an dem Red-Bull-Piloten vorbei. Weiter hinten ging es wieder hoch her zwischen dem Ferrari-Duo. Leclerc drängte Sainz in Kurve 1 ab, beide verloren dadurch in der Folge zwei Plätze an Russell und Hülkenberg. Lewis Hamilton, der im Gegensatz zum Großteil des Feldes auf Soft-Reifen in den GP gestartet war, konnte am Start keine Plätze gutmachen.

Alonso hielt sich aber nur bis zur fünften Runde auf Position 2, ehe Perez sich ohne viel Gegenwehr die Position zurückholen konnte, kurze Zeit später wurde Alonso auch von Lando Norris geschnappt, der im ersten Stint eine beeindruckende Pace hinlegen konnte und sich sukzessive einen Vorsprung auf Leclerc aufbaute, der im Verkehr steckte.

Ferrari versuchte nach dem schlechten Start wieder Boden gutzumachen: Noch in der ersten Runde schaffte es das Duo an Hülkenberg vorbei, doch es dauerte bis Runde 9 ehe Leclerc es an Russell vorbeischaffte. In Runde 11 kassierte der Monegasse auch Oscar Piastri. Erst die erste Boxenstopp-Welle brachte den Roten etwas freie Fahrt ein.

1. Boxenstopps: Nico Hülkenberg eröffnete neben einer Reihe von Fahrern aus dem Mittelfeld den Boxenstopp-Reigen. Die ersten Toppiloten folgten eine Runde später mit Fernando Alonso und George Russell. Verstappen und Perez stoppten gleichzeitig in Runde 12. Piastri (Runde 16) und Sainz (Runde 17), verlängerten den ersten Stint etwas. Norris, der zwischenzeitlich die Führung übernahm, und Leclerc verlängerten ihren Stint noch weiter und stellten auf eine mögliche 1-Stopp-Strategie um.

Motor-Defekt von Valtteri Bottas sorgt für Safety Car

Safety Cars: Bevor Norris und Leclerc an die Box abbiegen konnten, rollte allerdings Valtteri Bottas mit einem möglichen Motorschaden in Kurve 11 aus. Eine virtuelle Safety-Car-Phase war die Folge, die sowohl Leclerc als auch Norris für einen Boxenstopp nutzten. Nachdem die Streckenposten den Wagen von Bottas nicht per Hand entfernen konnten, da er im Gang steckte, musste ein vollständiges Safety Car ausgerufen werden.

Beinahe alle Fahrer in der Spitzengruppe nutzten das für einen Boxenstopp. Nur Sainz sparte sich diesen und war somit der Pilot mit den ältesten Reifen. Alonso steckte als einziger auf Softs um, während alle anderen sich nun in Position befanden, bis zum Ende durchzufahren. Verstappen konnte trotz seines Boxenstopps die Führung halten, Perez fiel hinter Norris und Perez auf die vierte Position zurück.

Zweites Safety Car nach Restart-Kollisionen

Unfall beim SC-Restart: Beim Restart gab es aber umgehend den nächsten Zwischenfall. Beim Anbremsen zur Haarnadel löste Alonso durch einen Verbremser einen Ziehharmonika-Effekt aus, wodurch Stroll letztendlich Ricciardo ins Heck krachte. Auch Piastri wurde getroffen. Wenige Kurven später räumte Kevin Magnussen Yuki Tsunoda ab, der mit einem Reifenschaden am Hinterrad abstellen musste. Eine weitere Safety-Car-Phase war die Folge.

Infolge der Unfälle war nicht nur das Rennen von Tsunoda beendet, denn wenige Runden später stellte auch Ricciardo mit einem Folgeschaden ab. Stroll und Magnussen fielen weit zurück und erhielten noch dazu für die Kollisionen auch jeweils eine Strafe.

An der Spitze konnte sich nach dem Restart in Runde 32 Verstappen wieder lösen. Aber auch Norris entfernte sich klar von seinen Verfolgern in Form von Leclerc und Perez. Der Mexikaner war in der Folge Leclerc dicht auf den Fersen im direkten Kampf um Platz 3, es dauerte allerdings bis Runde 39, ehe der Red-Bull-Pilot Rang 3 übernehmen konnte.

Sergio Perez zu langsam für Lando Norris

Endspurt: Perez hatte auf den letzten 17 Runden nicht die Pace, um mit dem bärenstarken McLaren von Lando Norris mithalten zu können. Dementsprechend gab es auf den vorderen sechs Plätzen keine Positionsverschiebungen mehr. Fernando Alonso musste nach seinem Wechsel auf Soft-Reifen unter dem Safety Car noch einmal an die Box abbiegen, wodurch er bis auf P12 zurückfiel.

Bis zum Rennende arbeitete sich der Asturier bis auf P7 zurück. Auf seiner Aufholjagd hatte er einen Schreckmoment zu verzeichnen, als er ausgangs der letzten Kurve mit einem Rad ins Kies kam. Oscar Piastri belegte die achte Position, nachdem er sich beim Auffahr-Unfall am Restart ebenfalls einen Schaden eingehandelt hatte. Lewis Hamilton und Nico Hülkenberg sammelten auf P9 und P10 die letzten Punkte.