(Motorsport-Total.com) – Yamaha hat in den vergangenen Wochen alle Register gezogen, um Fabio Quartararo zu einem Verbleib zu bewegen. Ein Aspekt des neuen MotoGP-Vertrages für die Jahre 2025/26 ist die finanzielle Vergütung. Aber Yamaha-Manager Lin Jarvis hat dem Ex-Weltmeister auch die detaillierten Pläne für die technische Entwicklung präsentiert.

Titel-Bild zur News: Fabio Quartararo

Yamaha hat für den Montagstest in Jerez ein neues Motorrad im Gepäck
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“Es ging um das Projekt von jetzt bis zum Jahresende, sowie über 2025 und 2026”, erläuterte Quartararo die Gründe für seine Vertragsverlängerung. “Es gibt interessante Dinge, die noch streng vertraulich sind. Es geht um neue Leute. Das Projekt wird richtig groß.”

Zu den von Jarvis präsentierten Argumenten zählte auch ein komplett neues Motorrad, das Yamaha in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Diese neue M1 wird Quartararo am kommenden Montag beim offiziellen Testtag nach dem Grand Prix von Spanien in Jerez testen.

“Yamaha wird einen neuen Motor, ein neues Chassis, eine neue Schwinge und Aerodynamik am Montag testen – ein neues Motorrad”, verrät ein Yamaha-Teammitglied der spanischen Edition von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

Einige dieser Entwicklungen wurden vergangene Woche von Testfahrer Cal Crutchlow ausprobiert. Es fanden nämlich private Testtage auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya statt. Allerdings wurde das Testprogramm vom Wetter behindert, denn es regnete auch in Spanien.

“Es war ein schlechter Test”, verrät die gleiche Yamaha-Quelle. “Wieder hat uns das Wetter einen bösen Streich gespielt.” Denn schon der private Montagstest nach dem Grand Prix von Portugal war wegen des Wetters nutzlos gewesen.

Dort hätte Quartararo den neuen Motor schon erstmals fahren können. Aufgrund der neuen Concession-Regeln ist die Motorspezifikation von Yamaha (und Honda) nicht eingefroren. Sollte das neue Triebwerk ein Erfolg sein, könnte es bald bei den Rennen zum Einsatz kommen.

Aber die japanischen Hersteller dürfen pro Saison auch nur neun Motoren pro Fahrer verwenden. Das heißt, die Laufleistung und wann eine neue Spezifikation idealerweise gebracht werden kann, muss genau überlegt werden.

Da die privaten Barcelona-Testtage mit Crutchlow wegen des Wetters nicht aufschlussreich waren, wartet auf das Team beim Montagstest in Jerez viel Arbeit. Zunächst wird man den neuen Motor im aktuellen Motorrad testen, um einen direkten Vergleich ziehen zu können.

Schritt für Schritt werden dann weitere Entwicklungen getestet, um Rückschlüsse ziehen zu können. Es ist noch unklar, ob neben Quartararo auch Alex Rins neue Entwicklungen fahren wird. Denn der Teamneuling hat bisher festgehalten, dass er einen Tag für sich benötigen würde, um die M1 besser zu verstehen und in Ruhe an der Abstimmung arbeiten zu können.