MotoGP Brünn FT1 2025: Wechselhaftes Wetter – Marc Marquez klar Schnellster

(Motorsport-Total.com) – Das Wetter spielte bei der MotoGP-Rückkehr nach Brünn (Tschechien) am Freitag eine große Rolle. Das erste Training begann bei leichtem Regen, aber schließlich konnte doch auf Slicks gewechselt werden. Nach technischen Problemen fuhr Marc Marquez (Ducati) am Ende überlegene Bestzeit (zum Ergebnis).

Titel-Bild zur News: Marc Marquez

Reibungslos verlief das Training für Marc Marquez nicht
Zoom

Nach nächtlichem Regen war die Strecke am Vormittag noch feucht. Außerdem war es bewölkt und mit rund 16 Grad Celsius Lufttemperatur relativ kühl. Da die Strecke zum letzten Mal im Jahr 2020 im Kalender stand, waren das keine idealen Voraussetzungen, um am Set-up zu arbeiten.

Der leichte Regen ließ im Laufe des Vormittags nach und zu Beginn des MotoGP-Trainings waren schon einige trockene Stellen auf dem neuen Asphalt zu erkennen. Aber als die Boxengasse öffnete, fielen wieder einige Regentropfen.

Somit rückten die Fahrer mit Regenreifen aus. Pedro Acosta (KTM) und Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) waren noch nie in Brünn und mussten die Strecke erst kennenlernen. Rückkehrer Jorge Martin drehte zum ersten Mal mit der Aprilia Runden im Nassen.

Schon in seiner ersten fliegenden Runde stürzte sein Teamkollege Marc Bezzecchi in Sektor 3. Kurz darauf schob Marc Marquez seine Ducati durch die Wiese hinter eine Leitplanke. Es gab ein technisches Problem, denn als er aus der Box gefahren war, rollte er schon in Kurve 1 aus.

Er brachte sein Motorrad über die Service-Road zurück an die Box. Laut ersten Informationen aus der Ducati-Box gab es am Dashboard einen Alarm bezüglich Motortemperatur. Deshalb hatte Marc Marquez den Motor abgestellt und war ausgerollt.

Der WM-Führende musste das Training mit dem zweiten Motorrad fortsetzen, dessen Abstimmung aber erst für feuchte Verhältnisse geändert werden musste. Technisch gab es im Ducati-Lager bei den GP25-Motorrädern einen Unterschied.

Francesco Bagnaia fuhr mit dem Chassis von 2024, Marc Marquez mit jenem vom Saisonstart und Fabio Di Giannantonio (VR46) mit der neuesten Version. Interessanterweise wechselte Di Giannantonio bei beiden Motorrädern wieder auf die Aerodynamik vom Saisonstart.

Nach 20 Minuten entschieden sich die ersten Fahrer für Slicks, da keine Regentropfen mehr fielen und sich immer deutlicher eine trockene Ideallinie bildete. Jack Miller (Pramac-Yamaha) war mit Slicks auch gleich schneller als die Zeiten mit Regenreifen.

Bei Marc Marquez lief es weiterhin nicht optimal, denn er kehrte mit dem zweiten Bike wieder zurück an die Box und hatte nach einer halben Stunde noch keine Rundenzeit auf dem Board stehen. Währenddessen wurden die Slick-Zeiten mit jeder Runde deutlich schneller.

Heftiger Highsider von Ai Ogura

Elfeinhalb Minuten vor Ablauf der Zeit flog Ai Ogura spektakulär per Highsider in Kurve 3 ab. Der Japaner hatte großes Glück, dass er im Kiesbett nicht von seiner Trackhouse-Aprilia getroffen wurde. Sein Motorrad wurde stark beschädigt. Ogura blieb unverletzt und ging anschließend davon.

Als die Zeit ablief, hielt Miller die Bestzeit, aber Marc Marquez nahm noch eine fliegende Runde in Angriff. Er markierte in allen vier Sektoren Bestzeit. Die Stoppuhr blieb bei 1:54.606 Minuten stehen. Damit war Marc Marquez um 0,6 Sekunden schneller als Miller.

Außerdem kam der Spanier bis auf eine Hundertstelsekunde an seinen Rundenrekord aus dem Jahr 2016 heran. Nur vier Fahrer befanden sich in einer Sekunde zu Marc Marquez. Das waren neben Miller auch Bagnaia, Alex Marquez (Gresini-Ducati) und Enea Bastianini (Tech3-KTM).

Acosta hatte als Sechster bereits eine Sekunde Rückstand. Bezzecchi fuhr nach seinem frühen Sturz mit seiner zweiten Aprilia weiter und reihte sich auf Platz sieben ein. Die Top 10 komplettierten Luca Marini (Honda), Alex Rins (Yamaha) und Takaaki Nakagami (LCR-Honda).

Aufgrund der technischen Probleme drehte Marc Marquez nur zehn Runden. Rückkehrer Martin kam mit der Aprilia auf 15 Umläufe. Der amtierende Weltmeister belegte mit zweieinhalb Sekunden Rückstand Platz 17.

Bei den anschließenden Startübungen gab es bei der Yamaha von Fabio Quartararo wieder ein Problem mit dem Ride-Height-System.

Das Nachmittagstraining beginnt um 15:00 Uhr. Dann geht es um die wichtigen Q2-Plätze.